An zwei Wochenenden im März 2011 hatten Interessierte die Möglichkeit, 290 Kunstschaffende in der Ostschweiz in ihren Ateliers zu besuchen. Stadt St. Gallen 19. März 2011 von 12-19 Uhr, Sonntag 20. März 2011 von 11-17 Uhr
Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, St. Gallen, Thurgau 26. März 2011 von 12-19 Uhr, Sonntag 27. März 2011 von 11-17 Uhr
Nach einer aufsehenerregenden Ausstellung „*5ünfstern-Schauplatz“ und vier Performances hatten an den letzten zwei Wochenenden 290 Künstlerateliers in den Ostschweizer Kantonen AI, AR, SG, TG die Tore für interessierte Besucherinnen und Besucher geöffnet.
An der Vernissage am 25. Februar 2011 im *5ünfstern-Schauplatz, bei Kultur im Bahnhof, St. Gallen, konnten wir über 500 Gäste begrüssen.
Zu den Performances in Pfyn (Transitorisches Museum, Beat Lippert), in Rapperswil-Jona (Kunst(Zeug)Haus, Suzana Richle, Pascal Lampert), und in St. Gallen (Kultur im Bahnhof, Christoph Rütimann) kamen insgesamt ca. 200 Personen.
In der Ausstellung vermuten wir weit über 2‘000 Personen, die sich in der interaktiven Ausstellung über die TeilnehmerInnen orientierten und hunderte von Kursbesuchern, die uns auf den Etagen des 1. und 2. Stockwerks der Klubschule Migros immer wieder begegneten und reges Interesse an der Installation zeigten.
In der Stadt St. Gallen fanden am Wochenende 19./20. März 2011 über 8‘000 Begegnungen zwischen Kunstschaffenden und Besuchern statt – in der Ostschweiz (ohne Stadt SG) insgesamt über 16‘000 Begegnungen. Insgesamt haben sich über 24‘000 Treffen ergeben.
Mittels einer aussergewöhnlichen interaktiven Präsentation konnte man sich vom 26. Februar – 27. März 2011 einen ersten Einblick über das Kunstschaffen aller TeilnehmerInnen verschaffen.
*5ünfstern-Schauplatz bei Klubschule Migros St. Gallen im Bahnhof St. Gallen 1. und 2. Stock 26. Februar - 27. März 2011
*5ünfstern-Schauplatz Kultur im Bahnhof, Klubschule Migros St. Gallen
Wir freuen uns sehr, dass wir von der Klubschule Migros St. Gallen die Räume von Kultur im Bahnhof zur Verfügung gestellt bekamen. Der Schauplatz war an sieben Tagen in der Woche geöffnet. In diesem "Rahmen" zeigten sich die KünstlerInnen, hier wurde gefeiert und „studiert“.
Der Schauplatz wurde am Samstag, 26. Februar 2011 um 15 Uhr, mit einer Rede von Regierungsrätin Kathrin Hilber, Vorsteherin des Departement für Inneres, eröffnet.
NEXTEX präsentiert: An drei Orten traten Performance-Künstlerinnen und -Künstler auf:
Freitag, 4. März 2011, 19 Uhr Zu Gast im Transitorischen Museum zu Pfyn (TG), Trotte Präsentation Beat Lippert
Beat Lippert präsentierte zwei Video-Arbeiten in Grossprojektion, "Vehicule" und "Ride", die zu den Ausstellungen/Projekten Eternal Tour 08 in Rom und Eternal Tour 09 in Neuchatel entstanden sind.
Der Künstler war virtuell im virtuellen Museum in Pfyn anwesend und nahm am Austausch mit dem Publikum teil. Als Subjekt der Performance jedoch war er abwesend.
Der Abend startete mit einem Interview zu seiner Arbeit "Vehicle", in welchem eine Ziege eine wichtige Rolle spielt. Via Chat kommunizierten wir anschliessend live mit dem Künstler.
Installation Transitorisches Museum zu Pfyn, Beat Lippert
"Ohne Titel (wurde verloren gegangen)" von Suzana Richle in Zusammenarbeit mit Rachel Wüst und René Hofstetter
Suzana Richle, welche Theater und Kunst studierte, interessiert sich u.a. für die Überschneidung beider Sparten.
Auch ihre Performance "Ohne Titel (wurde verloren gegangen)" nahm Bezug auf den Raum - insbesondere auf die aktuellen Ausstellungen.
In Zusammenarbeit mit Rachel Wüst und René Hofstetter konnte sie Mitglieder des Rapperswiler Kinder- und Jugendtheaters zur Mitarbeit gewinnen.
Die DarstellerInnen Adrian Schulthess, Alena Ellenberger, Alena Schnecko, Amira Loner, Gian-Luca Ott, Selina Helbling u.a. mischen sich unters Publikum und nicht immer ist klar - wer spielt und wer schaut nur zu. So steht für Suzana Richle auch die Untersuchung: "Was ist echt und was nicht?" im Zentrum.
Der ganze obere Ausstellungsraum des Kunstzeughauses wurde zur Theaterkulisse - das Publikum stand mitten auf der Bühne. Akteure mit Tierköpfen führten mit Dutzenden im Raum verteilten Objekten kleine Performances durch: ein "improvisiertes Spiel". Teilweise begannen gar die Zuschauer zu interagieren.
Mit einer surrealen Spiel- und Bilderwelt verbreiteten die Tiermenschen im Kunstzeughaus eine magische und märchenhafte Stimmung und husch war der Spuck auch schon wieder vorbei.
ZEUGzeuge eine performative Aktion von Pascal Lampert
Pascal Lampert hatte sich den unteren Ausstellungsraum für seine Performance ZEUGzeuge ausgesucht, da dort die ehemalige Struktur des Zeughauses noch meisten zu spüren ist.
Mit einem roten auf den Rücken geschnallten Wassertank betrat er den Raum. Er begann auf den Betonboden Striche zu malen - mit einem eigens für die Performance konstruiertem Gerät: wie ein Obstbestäuber - nur mit einem kleinen, durch Wasser getränkten Schwämmchen bewaffnet - malte er wie auf einer Jasstafel - im fünfer Rhythmus - Striche auf den grauen Untergrund. Aus einem ebenfalls auf seinem Rücken angeschnallten Lautsprecher ertönte gesungenes und gesprochenes Zeugs - eine Ansammlung von militärischen und künstlerischen Dingen - Zeugs eben. Die Wasserstriche am Boden verflüchtigten sich mit der Zeit. Das Aufgezählte und Gesungene vermischte sich und verflüchtigte sich und das temporäre Zeughaus löste sich wieder auf.