Freitag, 4. März 2011, 19 Uhr Im Transitorischen Museum zu Pfyn (TG) Beat Lippert
Beat Lippert präsentierte zwei Video-Arbeiten in Grossprojektion, "Vehicule" und "Ride", die zu den Ausstellungen/Projekten Eternal Tour 08 in Rom und Eternal Tour 09 in Neuchatel entstanden sind.
Der Künstler war virtuell im virtuellen Museum in Pfyn anwesend und nahm am Austausch mit dem Publikum teil. Als Subjekt der Performance jedoch war er abwesend.
Der Abend startete mit einem Interview zu seiner Arbeit "Vehicle", in welchem eine Ziege eine wichtige Rolle spielt. Via Chat kommunizierten wir anschliessend live mit dem Künstler.
Erfreulich viele Besucherinnen und Besucher kamen zu den von NEXTEX organisierten *fünfstern-Performances im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona:
Kunst(Zeug)Haus
"Ohne Titel (wurde verloren gegangen)" von Suzana Richle in Zusammenarbeit mit Rachel Wüst und René Hofstetter
Suzana Richle, welche Theater und Kunst studierte, interessiert sich u.a. für die Überschneidung beider Sparten.
Auch ihre Performance "Ohne Titel (wurde verloren gegangen)" nahm Bezug auf den Raum - insbesondere auf die aktuellen Ausstellungen.
In Zusammenarbeit mit Rachel Wüst und René Hofstetter konnte sie Mitglieder des Rapperswiler Kinder- und Jugendtheaters zur Mitarbeit gewinnen.
Die DarstellerInnen Adrian Schulthess, Alena Ellenberger, Alena Schnecko, Amira Loner, Gian-Luca Ott, Selina Helbling u.a. mischen sich unters Publikum und nicht immer ist klar - wer spielt und wer schaut nur zu. So steht für Suzana Richle auch die Untersuchung: "Was ist echt und was nicht?" im Zentrum.
Der ganze obere Ausstellungsraum des Kunstzeughauses wurde zur Theaterkulisse - das Publikum stand mitten auf der Bühne. Akteure mit Tierköpfen führten mit Dutzenden im Raum verteilten Objekten kleine Performances durch: ein "improvisiertes Spiel". Teilweise begannen gar die Zuschauer zu interagieren.
Mit einer surrealen Spiel- und Bilderwelt verbreiteten die Tiermenschen im Kunstzeughaus eine magische und märchenhafte Stimmung und husch war der Spuck auch schon wieder vorbei.
ZEUGzeuge eine performative Aktion von Pascal Lampert
Pascal Lampert hatte sich den unteren Ausstellungsraum für seine Performance ZEUGzeuge ausgesucht, da dort die ehemalige Struktur des Zeughauses noch meisten zu spüren ist.
Mit einem roten auf den Rücken geschnallten Wassertank betrat er den Raum. Er begann auf den Betonboden Striche zu malen - mit einem eigens für die Performance konstruiertem Gerät: wie ein Obstbestäuber - nur mit einem kleinen, durch Wasser getränkten Schwämmchen bewaffnet - malte er wie auf einer Jasstafel - im fünfer Rhythmus - Striche auf den grauen Untergrund. Aus einem ebenfalls auf seinem Rücken angeschnallten Lautsprecher ertönte gesungenes und gesprochenes Zeugs - eine Ansammlung von militärischen und künstlerischen Dingen - Zeugs eben. Die Wasserstriche am Boden verflüchtigten sich mit der Zeit. Das Aufgezählte und Gesungene vermischte sich und verflüchtigte sich und das temporäre Zeughaus löste sich wieder auf.